Soziale Medien: Diese Wortkombination löst viele verschiedene Emotionen in Menschen aus. Bei einigen Neugier, Spaß und (Freizeit-)Vergnügen, bei anderen vielleicht Verdruss, Informationsüberfluss oder gar Angst. In der heutigen Zeit ist der Umgang mit Social Media für jedes Alter, jedes Unternehmen und jeden Menschen fast schon Pflicht.
Wenn Sie Neuheiten auf dem Markt platzieren möchten oder neue Kundengruppen erschließen, ist Social-Media-Marketing einer der Wege dorthin. Und wenn Social Media für Sie schwer zu greifen ist oder Ihr Unternehmen mit dem Kanal noch nie warm geworden ist, ist dieser Beitrag ein Sprungbrett in die Materie: eine Liste der Social Media Best Practices, mit denen Sie Ihren Online-Auftritt auf jedem Kanal optimieren und mehr Erfolge erzielen — als B2B-Unternehmen und auch als Privatperson.
Social Media: Die Erfolgsformel für Unternehmen oder doch nur ein Haufen Katzenvideos?
Die sozialen Medien haben sich längst zu mehr als einem Sammelsurium von Katzenvideos entwickelt — das ist allgemein bekannt. Durch die aktive Nutzung verschiedener Kanäle können Unternehmen zahlreiche Vorteile für sich gewinnen. Die Präsenz auf Plattformen wie Instagram, Pinterest, X (ehemals Twitter), Meta, TikTok oder LinkedIn ermöglicht es Unternehmen, ihre Reichweite und Sichtbarkeit inmitten von Milliarden Nutzern zu steigern.
Eine tiefere Bindung zu Ihrer Kundschaft bauen Sie außerdem durch authentische und nahbare Kommunikation. Wenn Sie den Blick auf die Rendite des Social-Media-Marketings richten, ist klar ersichtlich: Eine größere Reichweite oder ein erweitertes Netzwerk kann zu mehr Leads, mehr Conversions und letztendlich zu mehr Umsatz führen. In Anbetracht dessen wäre es ineffizient, als Unternehmen nicht auf den Social-Media-Kanälen präsent zu sein.
Von Null auf Social-Media-Held: So rocken Sie Ihr Marketing mit den Social Media Best Practices
Bereit für den Abflug? Kennen Sie Ihre User?
Bevor Sie mit irgendeiner „fancy“ Strategie, komplizierten Videos oder dem kreativsten Post anfangen, bestimmen Sie einen Ausgangspunkt: Die Grundlage jedes Social-Media-Plans ist Ihre Zielgruppe.
Wen möchten Sie ansprechen und für sich gewinnen? Hier genügt es nicht, nur oberflächliche demografische Informationen zu sammeln. Sie sollten wirklich in Ihre Zielgruppe hineinschlüpfen und sozusagen mit deren Augen sehen. Welche Probleme, Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse hat sie? Welche Themen interessieren oder inspirieren sie?
„Sie können nur effektives und erfolgreiches Social-Media-Marketing machen, wenn Sie Ihre Zielgruppe gut kennen.“
Durch eine solche Analyse gewinnen Sie einen klaren Blick darauf, welche Mehrwerte Sie Ihrer Zielgruppe durch den Kauf Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung versprechen können. Doch Vorsicht ist geboten: Dieses Versprechen muss nicht nur eingehalten, sondern auch an die Kundschaft kommuniziert werden, und zwar auf die richtige Art und Weise.
Social-Media-Kanäle pflegen eine ganz eigene Kommunikationskultur. Finden Sie heraus, wie Ihre Zielgruppe miteinander umgeht. Ist der Austausch offen, nahbar und persönlich, oder legen potenzielle Kunden Wert auf professionelle Distanz? Diese Zielgruppen-Recherche gibt Ihnen eine Vorstellung der idealen Kundschaft und das Wissen, wie Sie diese mit dem richtigen Content auf den Social-Media-Kanälen ansprechen.
Ready, set, go? Mit einer Strategie zum Social-Media-Erfolg
Ein wichtiger Punkt unter den Social Media Best Practices ist auf jeden Fall die Strategieplanung. Auch wenn es so scheinen mag, als würden auf Instagram und Co. alle lustig darauf los posten, ist dies nicht der Fall und ohnehin nicht der erfolgversprechende Weg. Vorher vereinbarte Ziele sollten hier die Motivation für ein gelungenes Marketing sein. Ähnlich wie in jedem anderen Bereich des Unternehmens werden Pläne und Strategien erarbeitet, um diese Ziele so schnell wie möglich zu erreichen.
Betrachten und behandeln Sie Ihre Social-Media-Präsenz und den geposteten Content als eine Erweiterung Ihres Marketing-Mixes und Ihres Geschäfts. Erstellen Sie einen Social-Media-Kalender und tragen Sie dort alle wichtigen Termine ein: Produkteinführungen, Firmen-Events und andere relevante Momente des Unternehmens, aber auch Feiertage und Ereignistage.
Für diese Termine sollten Sie stets Content parat haben. Konzentrieren Sie sich daher auf die Vorbereitung von Inhalten in verschiedenen Formaten. Wenn Sie diese Inhalte frühzeitig erstellen und vorplanen, können Sie logisch verbundene Kampagnen aufbauen — bezahlte Anzeigen oder organische Beiträge zum Beispiel, genauso die Verbindung von Social-Media-Marketing und einem Event. Planen Sie genug Zeit im Voraus ein, lassen Sie Raum für Korrektur- und Genehmigungsschleifen, und die Qualität Ihrer Inhalte ist gesichert. Dann haben Sie das „Go“ fürs Posten.
Und hop — seien Sie authentisch
Authentisch sein ist immer leichter gesagt als getan, doch auf den sozialen Medien ist es das A und O. Die User der Social-Media-Kanäle suchen einen glaubwürdigen Auftritt und Austausch. Weil Sie ohne das nicht weit kommen, gehört es zu den Best Practices. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Marke eine klare Identität hat und die Beiträge gut mit Ihnen assoziiert werden können. Seien Sie zudem offen und transparent: Indem Sie Einblicke in den Unternehmensalltag geben und Ihre Teamaktivitäten teilen, bauen Sie eine Verbindung zu Ihren Followern auf.
Spiegeln Sie diese Authentizität auch in Ihren Bildern und Videos wider, da übermäßig inszenierte oder bearbeitete Inhalte oft das Gegenteil bewirken. Vermeiden Sie es, sich von der Wahrheit zu entfernen, und verzichten Sie auf reißerische oder irreführende Beiträge, die nur mehr Aufmerksamkeit erregen sollen. Inspirierendes, glaubwürdiges Storytelling ist der richtige Ansatz. Wenn Sie in eine authentische Interaktion mit den Nutzern treten, gehen Sie möglicherweise bald schon viral.
Alles startklar? Wurden Brand Guidelines gesetzt?
Wie oben bereits kurz angesprochen, ist eine klare Markenidentität von Bedeutung. Dazu gehört auch, dass bestimmte Regeln zu Ton, Stil, Farbe und so weiter gesetzt werden. Genauso wichtig ist, dass die visuelle Ästhetik bei allen Social-Media-Beiträgen einheitlich ist. Das gilt auch für Schreibweise, Struktur und Aufbau des Contents. Die sorgfältige Verwendung von Hashtags ist besonders essenziell: Die Hashtags variieren je nach Inhalt des Beitrags, aber halten Sie diejenigen fest, die Sie stets verwenden.
„Je einheitlicher und durchdachter die Post oder Ads sind, desto mehr Professionalität und Know-how wird den Usern vermittelt.“
Employee-Social-Advocacy-Richtlinien sind für ein authentisches Social-Media-Engagement ebenso wichtig. Wenn Sie Ihre Mitarbeitenden mit ins Boot nehmen wollen, ist es sinnvoll und auch nur fair, sie mit einem solchen Leitfaden zu unterstützen. Darin halten Sie fest, wie das Unternehmen repräsentiert werden soll und welche Vorgaben einzuhalten sind. Somit kann bei der Social Advocacy nichts schiefgehen.
Apropos schiefgehen: Auf Social Media trifft man nicht immer nur auf Freundlichkeit, und das Internet ist leider auch voll mit Negativität. Falls das einmal das Unternehmensprofil treffen sollte, ist es wichtig, Richtlinien zur Krisenkommunikation zu haben. In solchen Fällen ist es wesentlich, einheitlich zu reagieren und nicht einfach den Kommentar zu löschen. Wenn Sie das alles festgehalten haben, sind Sie startklar für Ihre Social-Media-Experience.
Und los geht’s! Bleiben Sie immer in Kontakt mit der Kundschaft
Neue Kunden lassen sich auf Social Media gut finden und ansprechen. Erinnern Sie sich nur daran, dass es nicht nur um Social Networking geht, sondern auch um Kundenpflege. Die Konkurrenz schläft nicht, vor allem nicht auf Instagram und Co. Daher ist es entscheidend, so schnell wie möglich auf Direktnachrichten zu antworten und Ihre Kunden zufriedenzustellen. Falls es viele Interaktionen gibt, was wünschenswert ist, können Sie auf Tools zurückgreifen, die Struktur schaffen und gegebenenfalls mithilfe künstlicher Intelligenz für Sie antworten.
Eine weitere bewährte Best Practice ist es, Anzeigen oder Beiträge zu erstellen, mit denen die Betrachter interagieren können. Fügen Sie Ihren Ads einen CTA hinzu und motivieren Sie Ihren Kundenstamm zu kommentieren und zu teilen. Die meisten Social-Media-Algorithmen, die darüber entscheiden, ob Ihr Beitrag überhaupt ausgespielt wird, legen Wert auf ein hohes Engagement — und nicht nur der Algorithmus profitiert davon: Auch Ihre Kundenbindung profitiert erheblich. Bleiben Sie in Kontakt und seien Sie immer präsent für Ihre Kundschaft.
Das Ziel? Erst eine effektive Analyse bringt Sie dahin
Nachdem Sie nun die oben genannten Social Media Best Practices angewendet haben, ist es an der Zeit, die Performance zu analysieren. Eine gründliche Analyse hilft Ihnen dabei, effektives Marketing zu betreiben, weil Sie sich auf die funktionierenden Aspekte konzentrieren und die nicht funktionierenden verbessern können. Finden Sie heraus, welche Beiträge oder Anzeigen am besten funktioniert haben, wo das meiste Engagement erzielt wurde und welches Thema Ihre Zielgruppe besonders interessiert hat. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen Ihnen, was für Sie und Ihre Zielgruppe am besten passt, und erlauben Ihnen, Social Media mit jeder Runde ein Stück effektiver zu nutzen.
Werde ich so wirklich zum Social-Media-Helden?
Natürlich gehört zu Social-Media-Marketing noch einiges mehr. Aber der Artikel zeigt, dass Sie keine Superkräfte brauchen, um Social Media für sich zu nutzen. Achten Sie auf diese essenziellen Punkte und starten Sie mit den Social Media Best Practices in der Tasche in Ihr Social-Media-Marketing.
Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen zu Social-Media-Marketing, Performance Marketing oder Employee Social Advocacy haben, melden Sie sich bei uns. Unsere Experten helfen Ihnen gerne weiter.



